
Ziele
• Die anhaltende Gesundheit des menschlichen Auges durch Blendungen nicht zu gefährden.
• Störende Blendungen dürfen nicht belästigend wirken und Arbeiten nicht beeinträchtigen.
Untersuchung
Es existieren zwei Kriterien zur Erreichung dieses Zieles:
– Begrenzung des Zeitraumes, in welchem effektive Blendungen auftreten
– Begrenzung der Leuchtdichte, welche von Blendungen ausgehen
Eines der zwei Kriterien muss erfüllt sein, um die von PV-Anlagen verursachten Blendungen als unkritisch zu taxieren.
Bemerkung zur Verwendung von Punktmessungen in Blendsimulationen
Wir verwenden keine Punktmessungen innerhalb unserer Simulationen:
Die Resultate durch Punktmessungen widerspiegeln nicht die effektive zu erwartende Blendsituation. Das rechtsstehende PDF gibt genauere Erklärungen dazu.
Die Resulate von Punktmessungen bezüglich der Blenddauer widersprechen den Vorgaben von USG, dem BAFU, insbesondere den OMEN-Richtlinien. „Gutachten“ auf der Basis von Punktmessungen sind rechtlich nicht relevant, können bei einer Baueingabe nicht verwendet werden und haben in einem gerichtlichen Streitfall keinen Bestand. Bekanntes Beispiel, welches Punktmessungen verwendet und falsche Resultate liefert ist, neben anderen, das Blendtool.
Verbände
Die Verbände der Solarbranche machen eigene Vorschläge bezüglich der erlaubten Blenddauer und -intensität. Diese sind weder wissenschaftlich begründet, noch berücksichtigen sie die rechtliche Situation in der Schweiz auf eine korrekte Weise. Es handelt sich hierbei um eine verbandspolitische Einflussnahme, mit dem Ziel, die Blendproblematik zu „entschärfen“, in der irrigen Annahme, damit die Branche zu unterstützen.
Vielmehr führen die Verbandsvorschläge dabei die Solarfachplaner in eine Situation, in welcher sie bei möglichen Regressforderungen von Bauherrschaften rechtlich und finanziell allein gelassen werden.
Insbesondere der „Leitfaden zum Melde- und Bewilligungsverfahren für Solaranlagen“ vom Juni 2023 von swissolar ist in den Teilen der Blendbeurteilung als veraltet zu beurteilen und als rechtlich nicht massgeblich einzustufen.
Unser Fokus
• Planungssicherheit für Investoren und Bauherrschaften
Die Erstellung von Solaranlagen stellt einerseits eine Investition dar, andererseits ist sie in die Planung des gesamten Gebäudes eingebunden. Ein Blendungs-Konflikt nach der Erstellung einer PV-Anlage soll unter allen Umständen vermieden werden. Unsere Untersuchungen und Gutachten bieten dabei den erforderlichen Investitionsschutz und die maximale Reschtssicherheit, welche heute möglich ist.
• Nachbarschaftlicher Schutz
Nachbarschaftliche Interessen und Befürchtungen bei der Erstellung von einer Solaranlage stehen hier im Vordergrund. Auch bei bestehenden Anlagen reagieren Nachbarn oft mit rechtlichen Schritten.
Einsatz von blendreduzierten Solarmodulen
Bei der Bewertung von auftretenden Leuchtdichten wird die Wahl der Solarmodule sehr wichtig. Wir sind in der Lage, präzise zu erwartende Leuchtdichten zu simulieren, auch unter Einbezug von AMF und PSR.
Verkehrssicherheit – Sicherheit im Bahn-, Strassen- und Flugbetrieb
Von erweitertem Interesse sind Blendungs-Abklärungen wo Sicherheitsaspekte im Vordergrund stehen, vor allem die Blendung der lenkenden Personen von Verkehrmitteln.
Die Kriterien dieser Blenduntersuchungen unterscheiden sich fundamental von den obgenannten Blendgutachten, welche im Siedlungsbereich angewendet werden.
Wir erstellen im Bereich Verkehrssicherheit seit 2011 erfolgreich Blendgutachten. Flugssicherheitsuntersuchungen erfolgen auf Basis der Vorgaben der EASA und des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL). Neben dem BAZL zählen wir auch die SBB und das ASTRA zu unseren Kunden.
Eine frühzeitige Blendabklärung empfiehlt sich für alle Projekte in den Bereichen Eisenbahnen, Autobahnen und Flugverkehr.
Energiekonzentrationen durch organisch geformte Flächen
Dies ist – neben der Beurteilung von Solaranlagen – ein Bereich, der nicht ausser Acht gelassen werde sollte. Hier handelt es sich um das Auftreten von hohen Energiekonzentrationen, welche die Sonnenstrahlung durch konvergierenden Reflexionen von Gebäudeoberflächen erzeugen kann. Insbesondere konkav geschwungene Teile von Glasfassaden vermögen, je nach Sonnenstand, äusserst gefährliche Energiekonzentrationen in ihrer Umgebung zu erzeugen. Es ist sinnvoll, solche Fälle vor der Realisierung durch eine Blendsimulation abzuklären.